Schilddrüsenüberfunktion

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Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion – auch Hyperthyreose genannt – wird ein Übermaß an Hormonen produziert  Der Stoffwechsel wird dadurch beschleunigt. Bei Kindern kommt die Überfunktion eher seltener vor, bei älteren Menschen kann sie jedoch gehäuft auftreten.

Welche Beschwerden kann eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen?
Unfreiwillige Gewichtsabnahme, trotz großem Appetit, Unruhe, leichtes Schwitzen, geschwollener Hals. Weiterhin können schlechte Schulleistungen, schlechtes Schriftbild, psychische Instabilität, Wärmeempfindlichkeit, Muskelschwäche und Haarausfall auftreten.

Sehr häufig ist die Schilddrüse vergrößert, was äußerlich wie ein verdickter Hals wirkt.

Welche Ursachen kann eine Schilddrüsenüberfunktion haben?
Der häufigste Grund für eine Schilddrüsenüberfunktion bei Kindern und Jugendlichen ist der Morbus Basedow. Als Morbus Basedow wird eine Autoimmunreaktion bezeichnet, bei der das Immunsystem Antikörper bildet, die die Schilddrüse einer ständigen Hormonproduktion anregen.

Etwa der Hälfte der von Morbus Basedow betroffenen Patienten hat neben den bereits beschriebenen Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion zudem auch Augenbeschwerden. Hierbei kann es sich um leichte Reizungen bzw. Trockenheit der Bindehäute handeln, vorstehende Augen mit Bewegungsstörungen oder Doppeltsehen.

Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion durch den Arzt festgestellt?
In der Regel sucht man aufgrund seiner Beschwerden zuerst den Kinderarzt auf, ergänzend wird dann ein Facharzt mit
der Zusatzbezeichnung Endokrinologie und bei älteren Jugendlichen ein Facharzt für Nuklearmedizin hinzugezogen.

Gespräch und körperliche Untersuchung
Im Gespräch wird der Arzt sich ein erstes Bild über das aktuelle Befinden machen und eine Reihe von Fragen stellen. Die anschließende körperliche Untersuchung, bei der auch die Schilddrüse von außen abgetastet wird, kann weitere wichtige Anhaltspunkte für eine Erkrankung liefern.

Blutuntersuchungen
Um eine Schilddrüsenunterfunktion festzustellen, wird zudem eine Blutuntersuchung durchgeführt, bei der vor allem die aktuellen Werte der Hormone TSH, T3 (fT3) und T4 (fT4) ermittelt werden. Es wird überprüft, ob die Werte im normalen Bereich (Normbereich) liegen.

Weiterhin werden im Blut schilddrüsenspezifische Antikörper bestimmt.

Ultraschall
Ultraschall gehört zu den sogenannten bildgebenden Verfahren. Bei der Ultraschalluntersuchung wird mit Schallwellen, deren Frequenz das menschliche Ohr nicht mehr hören kann, gearbeitet. Über diesen Weg werden Bilder von der Schilddrüse auf einem Monitor sichtbar.

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Bei der Untersuchung wird der Schallkopf des Gerätes leicht auf den Bereich, der über der Schilddrüse liegt, gedrückt und über die Haut bewegt. Die Hautpartie wird vorab mit einem wasserhaltigen Gel bestrichen, damit sich keine, das Ergebnis verfälschende Luft zwischen Schallkopf und Haut befindet.

Der aktuelle Status der Schilddrüse – also Größe, Volumen sowie die Gewebestruktur und ggf. Knoten – wird nun auf dem Monitor sichtbar und kann zudem als Standbild ausgedruckt werden.

Je nach Ergebnis der bisherigen Untersuchungen werden durch den Arzt eventuell noch weitere diagnostische Verfahren eingeleitet.

Wie kann eine Schilddrüsenüberfunktion behandelt werden?
Wenn Schilddrüsenüberfunktion tatsächlich von einem Morbus Basedow ausgelöst wurde, werden häufig sogenannte Schilddrüsen-Blocker verordnet. Hierbei handelt es sich um Medikamente, die die Produktion der Schilddrüsenhormone blockieren. In der Regel wird die Behandlung über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr durchgeführt. Kommt es danach dennoch erneut zu einer Schilddrüsenüberfunktion können eine erneute medikamentöse Behandlung oder auch eine Operation oder eine Bestrahlung der Schilddrüse in Erwägung gezogen werden.

Merke: Bei einer Schilddrüsenüberfunktion werden zu viele Hormone produziert, der Stoffwechsel läuft zu schnell und löst daher Beschwerden wie Unruhe, Muskelschwäche, Schwitzen, Schulleistungsschwäche, psychische Instabilität und unfreiwillige Gewichtsabnahme aus.

In vielen Fällen ist die Schilddrüse vergrößert. Ursache einer bei Kindern ist häufig ein Morbus Basedow, der mit Schilddrüsen-Blockern behandelt werden kann.

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